WETTBEWERB HUGO JUNKERS PARK | MÖNCHENGLADBACH

2012

Jahr

2011

Auslober

Stadt Mönchengladbach

Verfahren

Nicht offener Wettbewerb nach RAW

Aufgabe

Umgestaltung

Hugo-Junkers Park

Zusammenarbeit

Müller Tegtmeier

Landschaftsarchitekten

Dortmund

PROJEKT - DETAILS

Die Recherche führt zur Bauhausarchitektur in Anlehnung an das Phalkebad.
Gerade Linien, Kreise und Kreissegmente, Rechteck und Quadrat, Farbfelder und Ausschnitte, das geordnete Spiel der geometrischen Grundformen und ihrer Proportionen, der Bezug der Körper zueinander, die Klarheit und Struktur des Plakates zur Bauhausausstellung von 1923 wird zur Inspirationsquelle.

Die Metamorphose:
Die Historie wird zum Anlass der neuen Planung. Die Inspiration eines Plakates wird in dem Maßstab 1:1 in einen Freiraum transportiert, die Gegebenheiten des Ortes leiten die Metamorphose ein, es entsteht ein neues klares Bild mit geometrischen Formen, die miteinander und mit dem Ort kommunizieren. Die vorhandenen Strukturen der Bepflanzung im Bereich des Pahlkebades werden aufgenommen und in neue geometrische Felder gesetzt. Der großzügige Platzbereich am Pahlkebad schließt die Freianlagen der beiden Schulen mit ein und verbindet die einzelnen Baukörper miteinander. Aus der Platzsituation entwickelt sich eine gerade klare Achse, die nicht nur den Blick vom Vorplatz des Bades in den landschaftlich geprägten Park leitet sondern auch die Teile miteinander verbindet, visuell und begehbar. Schmale Bänder parallel zur Fassade angeordnet, greifen die Architektur des Bades auf. Mit blauen Blüten, Kies und wogenden Gräsern gefüllt, interpretieren die Bänder das Thema des Wassers.
Sitzstufen laden zum verweilen ein und öffnen den Blick zur Sonne und in den Park.
Das Plätschern von Wasserfontänen streift die zentrale Wegeachse und bildet eine entspannende und beruhigende Geräuschkulisse, das Wasser wird sichtbar, hörbar, fühlbar und bespielbar.
Im weiteren Verlauf reihen sich ein Kleinspielfeld und ein Karree mit Klettergeräten entlang der Wegeachse auf bis diese den großen Kreis durchdringt, gesäumt von der mächtigen Baumkulisse der Mammutbäume. Das Segment zwischen Achse und Kreis ist mit Sand gefüllt. Taue, Netze und Stege bahnen den Weg zwischen den mächtigen Stämmen. Geschicklichkeit und ein gutes Körpergefühl sind gefordert. Der Kreis umfließt den sandigen Kletterbereich im Schatten der Bäume und mündet in eine gerundete Sitzmauer. Eine Pause muss sein. Der Kreis dreht sich weiter und berührt den Schulhof, bestimmt seine Form und verbindet Schule und Park. Wege und Sitzmauern greifen die Figur auf und fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Die alte Villa erwacht aus dem Verborgenen, wird von der Wiesenlandschaft umflossen, erhält Licht und Luft und präsentiert ihre augenfällige Architektur.
Die Wegeachsen verbinden Ost und West, Nord und Süd. Dort wo die Parkwege den Straßenraum berühren, leiten Mauerscheiben mit Aufschrift die Blicke in den Park, die Eingänge werden markiert und Teil des Straßenbildes. Park und Straße, das Innere kommuniziert mit dem Äußeren.

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